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Opferhilfe Hamburg - Hintergründe

Wer kommt zu uns?

Im Jahr 2009 suchten insgesamt 780 Ratsuchende erstmals bei uns Rat und Unterstützung. Darüber hinaus gab es 185 weitere Anfragen von Ratsuchenden, die wir aber nicht befriedigen konnten, weil wir keine freien Beratungskapazitäten hatten! Diese 965 Ratsuchenden, die sich erstmals bei uns meldeten, stellen die bisher zweit höchste Inanspruchnahme in der mehr als 20-jährigen Geschichte der Beratungsstelle dar.

2009 waren rund 75 Prozent der neuen Ratsuchenden Frauen, 25 Prozent Männer.

Deliktstruktur

Welchen Delikten waren diese neuen Ratsuchenden zum Opfer gefallen? Bei den Frauen sind dies in erster Linie die Misshandlung durch den (ehemaligen) Ehe- oder Lebenspartner und sexueller Missbrauch und Bedrohungsdelikte, gefolgt von Vergewaltigung oder sexueller Nötigung, Körperverletzung durch Fremde, Tötungsversuche oder Raub.
Männer wenden sich an uns wegen sexuellen Missbrauchs, Vergewaltigung und häusliche Gewalt (hier oft als Angehörige eines Opfers), Bedrohungsdelikten, Körperverletzung, Tötungsdelikten und Raub.

Seit der Einführung des Tatbestandes der „Wiederholten Nachstellung“ (engl.: stalking) Anfang 2007 stellen wir eine ständig steigende Nachfrage nach Beratungen zu diesem Deliktbereich fest. Jeder achte Ratsuchende kam wegen dieses Deliktes zu uns (Frauen wie Männer).

Etwa 17% der Ratsuchenden sind Angehörige von Opfern. Sie sind zwar nicht selbst direkt betroffen, jedoch oft verunsichert, wie sie sich verhalten sollen, wie sie den Betroffenen helfen können oder wie sie selbst mit der völlig veränderten Lebenssituation fertig werden sollen. Auch für diese Fragen sind wir da.

Angaben in Prozent

Zugangswege

Wie werden Betroffene auf unser Angebot aufmerksam? Entweder werden sie durch andere Beratungsstellen, das Gesundheitssystem, die Polizei oder den Weißen Ring auf uns aufmerksam gemacht, oder aber sie finden unsere Telefonnummer im Branchenbuch. Aber auch Mundpropaganda durch ehemalige Ratsuchende, Information durch Behörden, Rechtsanwälte oder die vielen Broschüren und Beratungsführern, die es zu diesem Thema gibt, bringt Ratsuchende mit uns in Kontakt. Hauptzugangsweg ist heute das Internet. Mittlerweile findet mehr als jeder vierte Ratsuchende so zu uns.

Zum Zeitpunkt der Meldung hat etwa knapp die Hälfte der Ratsuchenden die Tat angezeigt. Eine Anzeige ist jedoch keine Voraussetzung, um unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Rund ein Drittel der Ratsuchenden wird noch akut bedroht, wenn sie sich bei uns melden. Ein weiteres Viertel der Opfer meldet sich innerhalb von einem Monat nach der Tat bei uns.

Aber auch wenn die Tat längere Zeit zurückliegt, kann man zu uns kommen. Immerhin sind bei jedem zehnten Ratsuchenden schon mehr als 10 Jahre nach der Tat vergangen, wenn sie oder er zu uns kommt. Meist ist jedoch auch hier, wie bei den Akutdelikten, eine aktuelle Krise Anlass, mit uns Kontakt aufzunehmen.




Hintergründe:
Politische Forderungen
Gewaltschutzgesetz
Wer kommt zu uns
Psychologische Hilfe für Unfallopfer
Aktuelle Standards der Traumabehandlung
Weiterentwicklung des Beratungskonzeptes

Rückblick:
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Bürozeiten
Mo und Fr10-13 Uhr
Di und Do10-17 Uhr
Mi13-17 Uhr

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Spendenkonto
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DE98 2005 0550 1268 1154 49
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