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Opferhilfe Hamburg - Hintergründe

Rückblick: Wer kam 2000 zu uns?

Im Jahr 2000 suchten insgesamt 681 Ratsuchende erstmals bei uns Rat und Unterstützung. Das ist die bisher höchste Inanspruchnahme in der 15-jährigen Geschichte der Beratungsstelle.

2000 waren rund 70 Prozent der neuen Ratsuchenden Frauen, 30 Prozent Männer. In den letzten Jahren hat sich der Anteil männlicher Ratsuchender stetig erhöht.

Welchem Delikt waren diese neuen Ratsuchenden zum Opfer gefallen? Bei den Frauen ist dies in erster Linie die Mißhandlung durch den (ehemaligen) Ehe- oder Lebenspartner, gefolgt von sexuellem Mißbrauch, Vergewaltigung oder sexueller Nötigung, Bedrohung, Raub, Körperverletzung durch Fremde oder ein Tötungsversuch.

Männer werden am häufigsten Opfer von Körperverletzungen (eher durch Fremde), sexuellen Mißbrauch, Raub, Bedrohung oder Tötungsversuchen.

Etwa 25% der Ratsuchenden sind Angehörige von Opfern. Sie sind zwar nicht selbst direkt betroffen, jedoch oft verunsichert, wie sie sich verhalten sollen, wie sie den Betroffenen helfen können oder wie sie selbst mit der völlig veränderten Lebenssituation fertig werden sollen. Auch für diese Fragen sind wir da.

Wie werden Betroffene auf unser Angebot aufmerksam? Entweder finden sie unsere Telefonnummer im Branchenbuch oder sie werden durch andere Beratungsstellen, die Polizei oder den Weißen Ring auf uns aufmerksam gemacht. Aber auch Mundpropaganda durch ehemalige Ratsuchende, Information durch Behörden, Krankenhäuser, Ärzte, Rechtsanwälte oder die vielen Broschüren und Beratungsführern, die es zu diesem Thema gibt, bringt Ratsuchende mit uns in Kontakt.

Zum Zeitpunkt der Meldung hat etwa knapp die Hälfte der Ratsuchenden die Tat angezeigt. Eine Anzeige ist jedoch keine Voraussetzung, um unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Rund ein Drittel der Ratsuchenden wird noch akut bedroht wenn sie sich bei uns melden. Ein weiteres Viertel der Opfer meldet sich innerhalb von einem Monat nach der Tat bei uns.

Aber auch wenn die Tat längere Zeit zurückliegt kann man zu uns kommen. Immerhin sind bei jedem achten Ratsuchenden schon mehr als 10 Jahre nach der Tat vergangen, wenn sie oder er zu uns kommt.




Hintergründe:
Politische Forderungen
Gewaltschutzgesetz
Wer kommt zu uns
Psychologische Hilfe für Unfallopfer
Aktuelle Standards der Traumabehandlung
Weiterentwicklung des Beratungskonzeptes

Rückblick:
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